BEETHOVEN CALL 2027
Niederösterreich ist in besonderer Weise mit Beethoven verbunden: Baden war ein zentraler Aufenthaltsort des Komponisten, wo er insgesamt fünfzehn Sommer, einmal länger, einmal kürzer, verweilte und an verschiedenen Adressen Quartier bezog. Wichtige Teile der „Eroica“, der „Pastorale“, der „Missa solemnis“ und der 9. Symphonie entstanden im Haus Rathausgasse 10, welches bis heute als Museum genutzt wird. Der monumentale Beethoventempel im Kurpark wurde anlässlich des 100. Todestages 1927 errichtet.
Auch Mödling gehört zu den Orten seines musikalischen Wirkens, wo Beethoven die Sommermonate in den Jahren 1818 bis 1820 verbrachte. Ähnlich wie in Baden nutzte Beethoven die Kureinrichtungen des Ortes und ließ sich bei Spaziergängen von der pittoresken Landschaft des südlichen Wienerwaldes zu neuen Werken inspirieren. Das Hafnerhaus, das heute noch besichtigt werden kann, und der Christhof sind als Quartiere des Komponisten in Mödling nachweisbar.
1826 verbrachte Beethoven den Herbst bei seinem Bruder Johann in dessen Gutshof in Gneixendorf bei Krems. Dieser Aufenthalt fällt in eine sehr fruchtbare Schaffensperiode des Komponisten. Auf der Fahrt zurück nach Wien am 1. Dezember zog sich der Komponist eine folgenschwere Erkältung zu, von der er sich nicht mehr erholte.
Der Beethoven Call 2027 greift diese historischen Bezüge auf und unterstützt die Entwicklung, Vorbereitung und Durchführung zeitgenössischer Kunstprojekte, die sich künstlerisch mit Beethoven auseinandersetzen und seine Musik in neue Kontexte stellen.
Einreichfrist/Projektzeitraum:
Einreichfrist: bis inkl. 30. September 2026
Projektzeitraum: 01. Jänner bis 31. Dezember 2027