Kinderschutzkonzept für Musik- und Kunstschulen NÖ
Sehr geehrte Musik- und Kunstschulgemeinschaft!

Musik- und Kunstschulen bieten Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich künstlerisch und persönlich zu entwickeln. Es ist daher unser gemeinsamer Auftrag, für sie eine Umgebung zu schaffen, in der sie sich respektiert und wertgeschätzt fühlen.
Ich danke Ihnen, dass Sie sich in den Prozess der Erstellung des Kinderschutzkonzepts mit aller Kraft einbringen, um Kindern und Jugendlichen Raum für Entwicklung und Wachstum zu öffnen!
Johanna Mikl-Leitner
Landeshauptfrau von Niederösterreich
Sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Musik- und Kunstschulen!

Wir Gemeinden müssen uns ganz besonders darum kümmern, dass unsere Kinder in ihrer Heimatgemeinde sicher aufwachsen können. Ein Kinderschutzkonzept ist dabei ein wichtiger Bestandteil, da es verbindliche Standards und klare Verantwortlichkeiten festlegt. Es gibt auch Ihnen als Lehrkraft Sicherheit, sich in einem definierten Rahmen zu bewegen. Bitte arbeiten Sie beim Erstellungsprozess des Kinderschutzkonzepts mit!
Johannes Pressl
Präsident Österreichischer Gemeindebund
Das Schutzkonzept als Qualitätsprozess
Der Prozess, ein Schutzkonzept für die eigene Musikschule zu erarbeiten, ist mindestens genauso wichtig wie das Dokument, das als Ergebnis alle wichtigen Eckpunkte schriftlich festhält. Ist es einmal erarbeitet, beschlossen und in Kraft getreten, geht es darum, die erarbeiteten Maßnahmen dauerhaft umzusetzen und das Schutzkonzept als „lebendes Dokument“ regelmäßig anzupassen und weiterzuentwickeln. Es trägt nicht nur dazu bei, Gewaltrisiken zu minimieren, sondern auch die Qualität Ihrer pädagogischen Arbeit zu verbessern.
Gemeinsames Erarbeiten
Mitarbeitende, Kinder, Jugendliche sowie Angehörige sollen überall dort, wo es möglich ist und sinnvoll erscheint,
in den Erarbeitungsprozess eingebunden sein.
Inklusive Sichtweisen
Empfehlenswert ist die Erarbeitung eines inklusiven Schutzkonzeptes, dessen Wirkungsbereich Kinder/Erwachsene
mit und ohne Behinderung gleichermaßen umfasst sowie queere Perspektiven einbezieht.
Umfang des Schutzkonzeptes
Schutzkonzepte gibt es in unterschiedlichen Ausführungen: Manchen Organisationen ist es wichtig, die gesamten
Präventions- und Schutzmaßnahmen in ihrem Konzept darzustellen, wodurch es ein längeres Dokument wird.
Andere Organisationen legen Wert darauf, ein kurzes, prägnantes Dokument zu erstellen, um die Chance zu erhöhen,
dass das gesamte Dokument von der Zielgruppe gelesen und wirklich zur Kenntnis genommen wird.
