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App-Rezensionen

Welche Apps sind wofür und für wen geeignet oder lieber mit Vorsicht zu gebrauchen? Barbara Ortner vom Team der Unterrichtsentwicklung im Musik & Kunst Schulen Management Niederösterreich nimmt verschiedene Programme genau unter die Lupe. 

Die Einbindung von Musik-Apps in musikpädagogische Prozesse war Gegenstand einer Untersuchung von Max Gaertner, deren Ergebnisse hier zu finden sind:

Neue Medien im Instrumentalunterricht

App-Rezension: AppAssionato

für Kinder ab 8 Jahren

Einmalig bei dieser App zweier deutscher Musiker ist die Kombination von Lernspielen mit Unterrichtsorganisation.

Von Barbara Ortner

Gleich vorweg möchte ich vor Vorurteilen warnen: optisch spricht mich diese App nämlich überhaupt nicht an. Aber man kann sich täuschen, und ich habe meine erste Meinung hinsichtlich der Inhalte doch etwas geändert.

Zuerst zu den organisatorischen Features. Das System ist interessant und DSGVO-konform: man braucht keine Schülerdaten, um mit ihnen zu kommunizieren sondern eine ID, die jedem von der App zugeordnet wird. Dadurch ist es für uns Lehrende auch einfach, eine Gruppe anzulegen – was z.B. bei Unterrichtsverschiebungen sehr praktisch ist. Die versendeten Nachrichten werden nur in einer internen cloud gespeichert, dadurch braucht man auch keinen Speicherplatz. Weiters kann man die App als Organisationstool zwischen Musikschulleitung und Lehrenden nutzen. So kann z.B. ein Flyer gleich an alle KollegInnen verschickt werden oder ich kann als Lehrerin der Leitung Verschiebungen mitteilen usw. Ob das in Zeiten von Überfluss an Nachrichtentools notwendig ist, sei dahingestellt. Vielleicht gibt es die eine oder andere Musikschule, die gerne auf so eine App als internes schnelles Kommunikationsmittel ausweicht?

Die Lernspiele sind aufgeteilt in Solfege, Rhythmus, Theorie und Tonfelder (letzteres Spiel kann erst ab 2000 erreichten Punkten bei Solfege benutzt werden). Die Spiele beginnen sehr einfach, es können Schwierigkeitsstufen übersprungen werden, und bei allen Levels werden Punkte gesammelt. Kleine Helfer-Menüs wie Notenkunde und eine Übersicht für Artikulationsbezeichnungen runden die Informations- und Spielebene ab. Außerdem kann ich als Lehrerin den Spielerfolg meiner SchülerInnen mitverfolgen. Somit könnte man hier auch Hausaufgaben in Musiklehre geben.

Zusammengefasst bin ich nicht sicher, ob Kinder sich von dieser App angesprochen fühlen – außerdem musste ich mich länger damit beschäftigen, um mir einen inhaltlichen Überblick zu verschaffen. Positiv an AppAssionato ist auf jeden Fall die Möglichkeit für SchülerInnen, sich musiktheoretisch auch abseits vom Unterricht beschäftigen zu können – die Spiele sind gut erklärt. Und natürlich die Datensicherheit und der kostenfreie Download!

Erhältlich für: Android und IOS

Preis: gratis

Infos: AppAssionato