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Aktuelles bei MKM

Tag der frühkindlichen kulturellen Bildung 2026

Leistungsverbesserung durch Elementare Musikpädagogik

Am 24. Jänner 2025 drückten rund 50 Musiklehrerinnen und Musiklehrer der Musikschulen Niederösterreichs in der Musikschule St. Pölten einen Tag lang die Schulbank: Beim „Tag der frühkindlichen kulturellen Bildung“ bildeten sich Lehrkräfte auf dem Gebiet der Elementaren Musikpädagogik (EMP) weiter. 

EMP wirkt

Den Einstieg in den Tag, der vom MKM NÖ organisiert wurde, gestaltete Werner Rohrer von der Universität für Musik und Darstellende Kunst (mdw) mit der Präsentation aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zum Thema EMP. So ist die Merkfähigkeit von Kindern, die EMP-Stunden besuchen, höher, denn es werden immer mehr als zwei Sinne angesprochen, was ein tieferes und langfristigeres Lernen möglich macht. Auch Bewegung ist in die Stunden integriert – sie fördert die Treffsicherheit, die Töne korrekt zu singen. „Schon wenige, professionelle EMP-Angebote und Interventionen wirken sich signifikant auf musikalische und bewegte Leistungen aus“, erklärte Rohrer, der seine Dissertation zu diesem Thema verfasst hat.

Kulturelle Bildung beginnt im Kleinkindalter

„In 98 Prozent der Musikschulen in Niederösterreich wird Elementare Musikpädagogik angeboten“, sagt Tamara Ofenauer-Haas, Geschäftsführerin des MKM NÖ. „Es ist wichtig, dass sich die Lehrerinnen und Lehrer untereinander vernetzen und sich für die Arbeit mit Kleinkindern neue Impulse holen – denn kulturelle Bildung beginnt bereits in diesem Alter.“ So gab es im Rahmen der eintägigen Veranstaltung auch die Gelegenheit zur Diskussion über Herausforderungen im Arbeitsalltag und mögliche Lösungsansätze. 

Ideen aus der Praxis

Am Nachmittag präsentierten EMP-Lehrende „Best-practice“-Beispiele. So setzt beispielsweise Jan Rohrweg, Musiklehrer an der Musikschule Oberes Wiental, auf Zaubertricks in der Musikstunde, um einerseits die Aufmerksamkeit der Kinder zu holen und anderseits Lehrinhalte auf unkonventionelle Art zu vermitteln. In-Hye Rosensteiner von der Musikschule Tulln und Christina Foramitti, Gemeindeverband der Musikschule Yspertal-Südliches Waldviertel, stellten lustige Kinderlieder vor, mit denen musikalische Fertigkeiten mit Hilfe von Bewegung erlernt werden. Marlies Reyer, die an der Regionalmusikschule Sieghartskirchen unterrichtet, präsentierte Ideen für die Verknüpfung von Bewegung und Tanz im Raum mit dem Spielen von Musikinstrumenten.

Elementare Musikpädagogik ist nicht nur eine gute Vorbereitung auf das Instrumentalspiel, sondern sie fördert auch die kognitive Entwicklung der Kinder – und darüber hinaus macht es den Kindern einfach Freude, Musik mit allen Sinnen zu erfassen und zu erleben.